Die Künstlerin

Biografie

“…I’d like to hear more of whatever else Tatjana Vorobjova wants to play”

Bradley Lehman American Record Guide
Tatjana Vorobjova

Leidenschaft, hohe Expressivität und die Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten des Cembalos haben in den letzten Jahren die internationale Presse zunehmend auf die aus Lettland stammende Cembalistin Tatjana Vorobjova aufmerksam gemacht. „…Sie zählt aktuell definitiv zu den interessantesten Cembalistinnen und Cembalisten der Gegenwart. Natürlich ist ihr Spiel ungeheuer virtuos und hat eine wahnsinnige Leichtigkeit – aber das ist noch nicht der Hauptpunkt – sondern es ist ihr wunderschönes cantables Spiel auf dem Cembalo.“ (WDR 3, Live-Konzertmitschnitt vom 21.04. 2024)

Im August 2023 hatte sie ihr Solo-Debut-Cembalorecital beim „Utrecht Early Music Festival“.
„…Tatjana Vorobjova hat eine hervorragende Interpretation abgeliefert…klangvolle, dynamische, lebendige und differenzierte Interpretationen, der sie voll und ganz gerecht wurde.“ (Johan van Veen Rezension “The revival of the harpsichord” Utrecht Festival 2023)

Tatjana Vorobjova wurde in Riga (Lettland) geboren, wo sie ihre musikalische Ausbildung mit dem Klavierspielen begann. Ihr leidenschaftliches Interesse an Alter Musik und dem Cembalospiel veranlasste sie, Cembalo in Oslo und Köln bei Prof. Ketil Haugsand und am Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Hermann Stinders (Master of Music) zu studieren. Zusätzliche Inspiration erhielt sie durch Meisterkurse bei Robert Hill, Bob van Asperen, Frédérick Haas und Jesper Christensen.

Ihr besonderes Anliegen, ausgedrückt in Klangreichtum, Dynamik und raffinierter Nuance, ist die Suche  nach der Erweiterung der Audrucksmöglichkeiten des Instruments sowohl im Solo- als auch im Continuospiel. Expressives Cantabile-Cembalospiel steht bei ihren Interpretationen im Vordergrund.

Tatjana Vorobjova lebt seit vielen Jahren als freiberufliche Cembalistin im Raum Köln. Seit 2018 lebt sie in Bedburg/Erft. Konzerte führten sie in die Kölner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, das Konzerthaus Dortmund, die Laeiszhalle Hamburg sowie in viele Konzertsäle in Deutschland, Belgien, England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Lettland und USA.

Ihre neuesten Soloprogramme präsentierte sie in letzter Zeit beim Internationalen Festival für Alte Musik Köln und beim Festival Shalom-Musik.Köln sowie beim Early Music Festival Utrecht 2023 „ Revival“.
Als gefragte Continuo-Cembalistin spielt sie regelmäßig mit dem Kammerorchester „Sinfonietta Köln“, dem „Neuen Rheinischen Kammerorchester“ und dem Barockorchester „Consortium Musica Sacra Köln“.

In den letzten Jahren hat sie auch eine Begeisterung für das Clavichordspiel entwickelt. Sie war Stipendiatin der Deutschen Clavichord-Gesellschaft und präsentierte ein Programm bei den Clavichord-Tagen in Köln 2023 sowie ihr erstes Clavichord-Recital in Lettland 2025 und ein „Vis-à-vis“-Programm für Clavichord und Cembalo in der Konzertreihe Zentrum Alte Musik in Köln (2025).

Schon ihre erste CD mit ihrem Ensemble „Le Parnasse Musical“ mit Werken von Johann Christian Bach und W.A. Mozart (Amati,2006) wurde von der Concerto-Zeitschrift mit Begeisterung aufgenommen: „…Unbedingt hervorgehoben werden muss die aus Riga stammende Ausnahme-Cembalistin Tatjana Vorobjova…sie bringt die Musik mit ebensoviel Feuer wie Sensibilität scheinbar mühelos zum Leuchten“.

Ihre erste Solo-CD „Cembalo cantabile“ erschien 2016 bei „Amati“ mit hervorragendem Feedback vom „American Record Guide“ und „Toccata actuel“. „…Eine sehr ausdrucksstarke Interpretation… Das ist kantables Spiel auf höchstem Niveau.“ (Johan van Veen, Musica Dei Donum).
„…Cembalistin Vorobjova ist hier in Höchstform. Das Spiel ist klar und transparent, mit einem ausgezeichneten Gespür dafür, wie die Phrasierung und Verzierung erfolgen sollte, um die oft äußerst kniffligen Nuancen hervorzuheben. Sie weiß instinktiv, wie das Werk jedes Komponisten zu interpretieren ist und wann das Instrument sprechen muss, ohne auf mechanische Techniken zurückzugreifen. Das Ergebnis ist entzückend … Dies ist eine hervorragende CD, deren Exzellenz ihre Fähigkeit unter Beweis stellt, die Tiefe jedes Stücks auszuloten und sowohl die barocke Klarheit als auch die daraus resultierende Komplexität hervorzuheben.“ (5 Sterne, Fanfare)

Die beiden nächsten Solo-Album-CDs bei MDG (Dabringhaus & Grimm) „Johann Krieger – Sechs Musicalische Partien“ (2021) und „Domenico Scarlatti…ma cantabile“ (2022) wurden von der internationalen Presse (Fanfare/USA, Crescendo/Belgien, Klassik heute/Deutschland) gefeiert und für den Preis „Opus Klassik“ nominiert.

 „Ein improvisatorisches Feuerwerk“ titelt der Kölner Stadtanzeiger über Vorobjovas Einspielung der „Sechs musikalischen Partien“ von Johann Krieger und Klassik.com ergänzt: „in vollendeter Interpretation eine durch und durch begeisternde Aufnahme“

Über CD „Scarlatti…ma cantabile“ in Fanfare (Peter Burwasser)…Vorobjovas mühelose Technik und ihr Sinn für Spielfreude sorgen für eine fesselnde Stunde des Zuhörens. Sie setzt ein subtiles Rubato-Tempo ein, das die Lyrik der Musik unterstreicht und die Illusion dynamischer Variationen erzeugt. Ein großartiges neues Scarlatti-Recital, das die poetische Natur der Scarlatti-Sonaten zelebriert…“

Im März 2024 erschien die neueste Album-CD „J.S. Bach…con passione“ (MDG). Diese Einspielung wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

„ Vorobjova ist eine außergewöhnliche Musikerin…Vorobjova spielt mit beeindruckender technischer Meisterschaft. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte … Ihre Phrasierung ist stets ausdrucksstark und zeichnet sich durch ihre Gesangslinie und ihr subtiles, aber wirkungsvolles Rubato aus … Und Vorobjova ist in der Lage, dem Cembalo eine beeindruckende Bandbreite an Dynamik und Farben zu entlocken … Ein wunderbares Rezital .“ (Ken Meltzer, Fanfare)

„…das Herausragende dieser CD zeigt sich deutlich im sensiblen und äußerst nuancierten Spiel von Vorobjova…eine fesselnde Darbietung, die die gesamte Komplexität von Bachs Musik mit herausragender Musikalität zum Vorschein bringt. Dies ist eine CD, die… Man sollte es in seiner Sammlung haben, denn es vereint das Beste aus Interpret, Instrument und Interpretation.“ (Bertil van Boer, Fanfare)

Was soll man hier mehr bewundern: den fantastischen Klang des Cembalos von Titus Crijnen nach Rückers?… Oder das ungemein farbenreiche, atmende und lebendige Spiel der lettischen Cembalistin Tatjana Vorobjova? Sehr frei in den Tempi folgt sie quasi improvisierend dem Fluss der Musik… Dem Titel „mit Passion“ wird jedenfalls alles gerecht – ausdrucksstärker und nuancenreicher kann man das nicht spielen. Sehr gelungen auch ihre eigene Transkription des eigentlich für Orgel komponierten Adagios aus BWV 564, dem sie eine ungehörte Leichtigkeit abgelauscht hat. Klemens Hippel, Klassik Festival 10.07.24

Ihr neues Album „Le Clavecin Poétique“ (MDG 2025) ist kürzlich erschienen, aufgenommen auf dem berühmten Colmar-Ruckers-Cembalo von 1624 im Musée Unterlinden in Colmar.